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Meine Weltanschauung

In meinem Leben habe ich so manche weltanschauliche Phasen intensiv durchlebt und schon häufiger meine Weltanschauungen überdenken müssen.

Ich wurde evangelisch reformiert am Bodensee getauft, evangelisch lutherisch konfirmiert, meinen Religionsunterricht in der Schule hatte ich meist bei den Katholiken (dort war der Unterricht  interessanter als im evangelischen Unterricht).  Schon früh habe ich mich mit spirituellen Themen beschäftigt, fasziniert von der buddhistischen Philosophie und der Meditation. Immer wieder beschäftigten mich die grundlegenden Fragen: Wer bin ich? Was ist die Welt? Wohin gehen wir? Aber auch: Was können wir wissen, hoffen und glauben?

Durch das Begleiten des Siechtum und Sterben meiner krebskranken Mutter kam ich in eine tiefe spirituelle Krise, in der mir auch die offizielle Kirche keinen Halt mehr geben konnte. So glitt ich in die Tiefen der Esoterik ab. Später fand ich über die Mystiker zum christlichen Glauben zurück und habe mich dann auch stark kirchlich engagiert, doch ich kann mich immer noch nicht mit einem personalen Gottesbegriff richtig anfreunden.

Eigentlich wurde und werde ich meinem Vornamen „Thomas“ als der immer wieder zweifelnde Jünger in der Bibel sehr gerecht („Der ungläubige Thomas“).

C.G. Jung hat einmal formuliert: „Ab der Lebensmitte wird immer mehr jedes Problem zu einem spirituellen“. Dem stimme ich im Prinzip zu, aber im Grunde wird mir immer mehr auch klar, dass ich eine Antwort auf die Fragen der letzen Dinge nicht in diesem Leben bekommen werde.

Seit einiger Zeit haben mich die Bücher des französischen Philosophen und Atheisten André Compte-Sponville, der sich mit einer „Spiritualität ohne Gott“ auseinandersetzt, sowie die Aussagen des Philosophen, Agnostikers und evolutionären Humanisten Michael Schmidt-Salomon fasziniert, der in letzter Zeit sehr präsent in den Medien ist und vor kurzem das lesenswerte Buch mit dem Titel „Jenseits von Gut und Böse“ veröffentlicht hat. Auch faszinieren mich die Bücher und Philosophie von Richard David Precht. Und schon lange bin ich auf neue Bücher und Veröffentlichungen von Neal D. Walsch und Ken Wilber gespannt.

Ich habe also in meinem Leben schon oft mein Weltbild revidieren dürfen und bin gespannt, wo mich die Philosophien dieser Welt noch hintragen werden.

Es bleibt auf jeden Fall SPANNEND!