Dr. Thomas Gronau > Wer bin ich? > Meine Weltanschauung

Meine Weltanschauung

In meinem Leben habe ich so manche weltanschauliche Phasen intensiv durchlebt und schon häufiger meine Weltanschauungen überdenken müssen.

Ich wurde evangelisch reformiert am Bodensee getauft, evangelisch lutherisch konfirmiert, meinen Religionsunterricht in der Schule hatte ich meist bei den Katholiken (dort war der Unterricht  interessanter als im evangelischen Unterricht).  Schon früh habe ich mich mit spirituellen Themen beschäftigt, fasziniert von der buddhistischen Philosophie und der Meditation. Immer wieder beschäftigten mich die grundlegenden Fragen: Wer bin ich? Was ist die Welt? Wohin gehen wir? Aber auch: Was können wir wissen, hoffen und glauben?

Durch das Begleiten des Siechtum und Sterben meiner krebskranken Mutter, entwickelte ich ein stark spirituelles Interesse, das mich jedoch von der  offizielle Kirche immer mehr entfernte. So glitt ich in die Tiefen der Esoterik a bis hin sogar kurzzeitig in die Untiefen der weißen Magie. Durch das Kenenlernen und die Schule  Thorwald  Dethlefsen´s  fand ich wieder zur geordneten Welt zurück und lernet auch  Rüdiger Dahlie persönlich kennen, der ein  Freund, Schüler und Wegbegleiter dieses Psychologen und spirituellen Lehrers war. Über die Beschäftigung mit der christlichen Esoterik, sprich der Mystik und der Begegnung mit Willigis Jäger bekam ich wieder Erdung auch im Christlichen Glauben.  Auch durch Menschen, wie den Radiologen Georg Blum, der mich durch die harte Schule von Alpha-Kurs und Bibelarbeit in seinem Hauskreis dann   mit der Bewegung „Christen im Gesundheitswesen“ bekannt machte mit deren Charismatischen Absatz, und besonders dem Moraltheologen und langjährigen Leiter des Ethik-Instituts an der Philosophischen-Theologischen Hochschule Vallendar, deren Dekan er auch damals war, Alles Menschen ,die ich über mein Engagement in der Onkologie, der Palliativbewegung und auch der Beschäftigung mit den ethischen Herausforderungen um unseren Sterben und den Tod. Und für mich war es immer wieder wichtig, zu versuchen dasNuminose zu begreifen, immer mehr wohl wissend, dieses Ziel niemals vollends zu erreichen

Eigentlich wurde und werde ich meinem Vornamen „Thomas“ als der immer wieder zweifelnde Jünger in der Bibel sehr gerecht („Der ungläubige Thomas“), der in die Wunde des auferstandene Jesus greifen will, und begreifen musste, dass nicht die Exploration, sondern der Glauben schließlich zu dem Glück führt, und dann wir von dem „Erkenne Dich Selbst“ letztendlich zu einem  „Sei Du Selbst“ kommen. Auf dem Weg bin ich…

C.G. Jung hat einmal formuliert: „Ab der Lebensmitte wird immer mehr jedes Problem zu einem spirituellen“. Dem stimme ich im Prinzip zu, aber im Grunde wird mir immer mehr auch klar, dass ich eine Antwort auf die Fragen der letzen Dinge nicht in diesem Leben bekommen werde. Vielleicht ist der Weg tatsächlich der der Religion, der Rückbindung auf mich oder auf Gott?

Seit einiger Zeit haben mich die Bücher des französischen Philosophen und Atheisten André Compte-Sponville, der sich mit einer „Spiritualität ohne Gott“ auseinandersetzt, sowie die Aussagen des Philosophen, Agnostikers und evolutionären Humanisten Michael Schmidt-Salomon fasziniert, der in letzter Zeit sehr präsent in den Medien ist und vor kurzem das lesenswerte Buch mit dem Titel „Jenseits von Gut und Böse“ veröffentlicht hat. Auch interessieren mich immer wieder Aussagen des modernen Philosophen Richard David Precht. Und schon lange haben mich Veröffentlichungen von Neal D. Walsch aber auch von Ken Wilber fasziniert. Besonders interessiert mich die Evolutionäre Erkenntnis- und Bewusstseinstheorie und damit meine eigene, aber auch die allgemeine Weiterentwicklung der Menschheit im Spannungsfeld des Wahren, Guten und Schönen. Viel hat mir da geholfen und hilft mir weiter hin die strenge stetige Praxis der einstündigen Meditation morgens von 06:30 an, die ich schon längere Zeit mit meinen Meditationsbegleitern und -freunden von Emerge durchführe.. Im Zentrum der  Bewusstseinskulktur e.V. steht die Kultivierung von neuen Formen unseres kreativen und kommunikativen Zusammenseins. Formen, die es uns erlauben, mit der Universalität und Lebendigkeit des Lebens selbst verbunden zu sein. . Eine Bewegung, die ihre Wurzeln vor vielen Jahren mit der us-amerikanischen  Zeitschrift „What is Enlightment“ (WIR), hatte, und die ich damals während eines Aufenthalts anlässlich des ASCO-Kongresses in Atlanta kennengelernt hatte. Später erschien der deutschen Ableger „Was ist Erleuchtung“ (auch WIR),. Schließlich emanzipierte sich die Bewegung mit der deutschen Zeitschrift „evolve“, in der der Philosoph Thomas Steiniger ein hervorhebende Rolle spielt…..

Der Weg über die Erkenntnissen und Hypothesen der strengen evidenzbasierten Wissenschaft zum Numinosen scheint gegensätzlich. Doch da halte ich es mit dem Satz des Nobelpreisträger eines der bedeutendsten Physiker in unserem Land. Werner Heisenberg: „Der erste Schluck aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch, aber auf dem Grunde des Bechers wartet Gott!“

Es bleibt auf jeden Fall SPANNEND!